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Die letzte Zigarette
Auf dem Sofa saß Lena und rauchte.
Der Qualm stieg auf,
das Zimmer stank
und Lena dachte:
"Nur noch heute will ich qualmen.
Morgen will ich`s lassen
und auf ewig das Gestinke hassen."
Mittags dann,
der Aschenbecher quoll schon über,
drückte sie die x-te aus.
"Nein, Gesundheit ist mir lieber
und das viele Geld, o Graus."
Das dachte sie und steckt` sich eine Neue an.
"Morgen ist der große Tag.
Dann ist meine Schachtel leer.
Nie wieder rauchen,
das sag ich mir."
Am Abend dann
teilt` sie sich die letzten ein
und legt sich hin zur Ruh`.
Noch eine Zigarette,
das muß sein.
Die will sie genießen im Bette.
Doch was sie nicht hat bedacht,
sie war müde und schachmatt.
Ihr fallen die Augen zu,
in der Hand den glimmenden Stengel.
Am Bett steht schon der Todesengel.
Langsam sinkt die Hand
auf die Matratze nieder,
ein Schwelbrand versengt ihr alle Glieder.
Nur noch Asche ist zu finden,
im Hause unter den grünen Linden.
Das war Lenas letzte Zigarette im Leben,
hätte sie doch mittags schon das Rauchen aufgegeben.
© Magdalena Bott



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