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Wie eine Rose


Sternenstaub rieselt
auf den Boden


Tränen laufen
über die Wangen

Berührt von
soviel Schönem

Erwachen
unter einem Rosenbaum


Trägheit spüren
Voller Sehnsucht
Verbergen Träume
ungehört

Die Jahreszeiten
kommen und gehen
Alles bleibt
so wie es ist

Eine Rose blüht
Geht dahin
Welkt
unberührt

Schlaflose Nächte
voll Unbehagen
Angst
und Schrecken


Wortloses Schweigen
Unendlicher Macht
Lautes Getose
Darin erwacht

Wie neugeboren
Der Morgentau
klebt an mir
unbedacht

Hans Adam, aus seinem Gedichtband: "Nur für Mich" (Mitglied des literarischen Zirkels in Saarbrücken)



Hans Adam bei einer Dichterlesung im Café Jederman, Saarbrücken, am 15.April 2007

Wir zwei Ströme

Du bist das Meer
unendlich tief,
breit,
weit
und still.
Ich bin
der angeschwollene Strom,
leidenschaftlich
und blitzschnell.
So wie ich bin
werde ich
in dich hineinkommen,
ruhig,
schmerzlos
und süchtig.

Freude und Angst

Die Angst
und die Freude
fühle ich gleichzeitig
in mir.

Die Angst
schon Morgen
Dich zu verlieren
und die Freude
dass Du noch Heute
zu mir gehörst.

(c) Mirko Boksic aus seinem Gedichtband: "Na Putu- Unterwegs"

Flüsse

Flüsse sind wie Illussionen:
sie kehren nie
an ihre Quelle zurück.

Herbst

Die düsteren Herbsttage in mir
begraben achtlos
versinkende Sommerträume.

Verlassene Seele

In einer verlassenen Seele
würdest du nicht mal
ein Spinnennetz finden

(c) Mirko Boksic aus seinem Gedichtband: "Augenblicke"


November

November ist`s-das Jahr geht zu Ende;
Zeit der Besinnung, der Inneneinkehr.
Bald zeigt der Kalender die Jahreswende;
Dann ist es vorbei, dies Jahr-keine Wiederkehr.

Zeigst Dich als Herbst, mitunter als Winter;
Fröhlich bunt-doch auch schon todeskahl.
Viel Laub auf der Erde, am Baume bereits minder;
Die Natur legt sich schlafen-sie hat keine Wahl.

Wenig Tag, viel Abend und Nacht;
Die Sonne will ruhen, sie hat sich`s verdient.
Zeit der leisen, beschaulichen Töne erwacht;
Ein Blick zum Kalender zeigt, dass sich`s geziemt.


Menschlich bist Du, so wie menschlich soll sein;
Schaltest das Tempo ein wenig zurück.
Erinnerst so manchen: bleib nicht allein!
Sich wärmen, beisammen sein-Synonyme für Glück.

November, Zeit süßer Melancholie;
Führst uns zu unsern Wurzeln zurück.
Lässt uns uns fragen: woher, wohin und wie?
Schärfst trotz Deines Nebels den-entscheidenden-Blick.

November, lass Dich nicht schüchtern gegenüber nahem Advent
und Weihnachtsfest!
Du kennst Deine Vorzüge-sie wurden genannnt.
Halte den Menschen noch einmal fest,
Bevor Du als einmalige Chance im Jahr wirst wieder verkannt!

(c) Heinz-Josef Scherer, Mitglied des literarischen Zirkels in Saarbrücken


Lola
Lola rennt!
Lola brennt!
Lola brennt durch
mit meinem Lurch!
Lurch sieht Teich
von einem Scheich.
Lurch entweicht,
denn es reicht!
Lola wird feucht,
ist sehr enttäuscht!

Später, schon bemoost,
doch noch Trost!
Bei einem Guru.
Juch Huh!!
Mit neuem Gefieder
lebt sie wieder!
Und rennt und rennt!
Und brennt und brennt!
Aber nicht mehr durch
mit meinem Lurch!!

Schöpfung

In einer Blume,
in einer Krume,
in einer Flunder-
tausend Wunder!

Verdauung
Erlkönig lässt grüßen

Die Verdauung schießt mit Schrot!
Aß wohl für heute zuviel Brot!
Erreicht den Hof mit Müh`und Not.
In seiner Hose, da drin,lag Kot!

(c) Horst Ferdinand Lühmann, Mitglied des literarischen Zirkels in Saarbrücken



Horst Ferdinand Lühmann trägt vor, im "blauen Hirsch", Saarbrücken am 15.Juni 2007


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