Herzlich Willkommen auf Magdalena`s Literaturseite


Aktuelles: Mein neuer Erzählband:"Durchs Leben pilgern" ist erschienen.



März 2010




nachgedacht


Mittwoch, den 22. Juni 2011
was du denkst, bist du
Womit beschäftigen wir uns gedanklich den ganzen Tag?

Gedanken haben eine enorme Kraft und Macht. Was wir denken, ziehen wir herbei. Selffullfilling Prophety. Was sind meine ersten Gedanken, wenn ich aufwache? Sind es Sorgen, Ängste? Freue ich mich, wenn ich die Augen zum ersten Mal aufschlage? Wie trete ich dem Tag entgegen? Begrüße ich ihn, oder würde ich mich lieber rumdrehen und an nichts denken müssen?

Da ich meistens mit irrationalen Ängsten wach wurde, und wenig Lust hatte wach zu werden, habe ich mich gefragt, woher diese Ängste kamen und gemerkt, dass sie völlig destruktiv und vor allem überflüssig waren. Der Tag fing nicht gut an. Und das längere Herumliegen war auch nicht gerade förderlich. Jetzt habe ich mir zum Ziel gesetzt, gleich aufzustehen und diesen negativen Gedanken keinen Raum mehr zu geben. Denn sobald ich aufgestanden bin, sind diese Gedanken wie weggeblasen. Ich habe ihnen auch positive Affirmationen entgegengesetzt. Seitdem gehts mir besser.

Zwei mal am Tag setze ich mich für zwanzig Minuten hin und genieße die Ruhe und Gelassenheit, während ich mir positive Gedanken mache. Es ist unglaublich, wie diese kurze Zeit, auf die ich mich immer freue, bei mir wirkt. Ich nehme das Gedankengut mit hinüber in den Alltag und korrigiere mich sofort, wenn ich mal negativ abschweife.

Wir entscheiden alleine, was wir denken, womit wir uns beschäftigen. Ich empfehle wärmstens Luise L. Hay und Thorwald Dethlefsen. Ich habe zwar schon oft über die Macht der Gedanken gelesen und mir war immer klar, was negatives Denken auslöst, aber ich musste über zwanzig Jahre warten, bis ich mal ernsthaft angefangen hatte, meine Gedanken wirklich unter die Lupe zu nehmen und zu korrigieren. Ich mache es erst seit kurzem und profitiere jetzt schon. Das ist ganz enorm. Meine ganze Einstellung zum Leben, das wir in Fülle haben, hat sich verändert. Ich bin wie ausgewechselt und betrachte alles aus einem positiven Gesichtswinkel. Außerdem bin ich jetzt offeneren Auges und Ohres und nehme mehr wahr. Du wirst sensibler für die kleinen Freuden. Die Selbstkritik hat nachgelassen. Dieses ständig an sich Herumnörgeln bringt gar nicht weiter. Das haben wir früher nur allzu oft erlebt und müssen es jetzt nicht noch fortsetzen. Ich kann mich besser annehmen und dadurch fällt es mir leichter, sogenannte negative Eigenschaften sein zu lassen, weil ich sie loslassen kann.

Im Loslassen übe ich mich immer wieder. Denn mein größtes Glück ist die absolute Freiheit. Autark sein. Selbstständigkeit. Frei von den Meinungen anderer, frei von Ängsten, Verdruss und Abhängigkeit in jeglicher Form. Das gibt ein unglaublich starkes Gefühl.

Loslassen auch von eventuellem Groll, den man anderen gegenüber hegt oder gar sich selbst gegenüber. Verzeihen. Vor allem aber auch sich selbst verzeihen. Ich bin gut so, wie ich bin. Toleranz sich selbst und anderen gegenüber. Jeder ist großartig, einzigartig und Wert geliebt zu werden. Das ist mir so klar und wichtig und in Fleisch und Blut übergegangen. Das Leben wird einfach leichter, schöner. Trotz Regen, scheint immer die Sonne. Das Leben ist einfach wunderbar, nur was wir daraus machen, lässt manchmal zu Wünschen übrig.

Nicht zuletzt drücken sich auch unsere Gedanken über die Mimik und Gestik aus, ja über den ganzen Körper, der entweder krank ist oder vor Gesundheit strotzend. Wenn ich liebevoll zu mir bin, dann ernähre ich mich auch entsprechend und richte meine Mahlzeiten mit Liebe zu. Ich bewege mich und erhalte mich fit, weil ich mir gut tun will.
Auch beim Essen heißt es: “Was du isst, bist du.” Das ist ein wahres Wort.



Freitag, den 20. Mai 2011
Über die Bescheidenheit, die Selbstliebe und Arbeit
Wer es nicht nötig hat, sich mit anderen zu vergleichen oder sich nach der Meinung anderer zu richten, kann erst wahrhaft bescheiden sein. Er schielt nicht nach dem Mehr das sein Nachbar hat oder darstellt. Er hat es erst gar nicht nötig etwas zu scheinen, was er nicht ist. Ein bescheidener Mensch hat genügend Selbstliebe und kann es sich daher leisten, bescheiden zu sein. Die Selbstliebe befähigt ihn dazu, andere zu lieben und es nicht nötig zu haben irgendjemanden zu beneiden oder neidisch machen zu wollen. Er freut sich an dem was er hat und gönnt den anderen ihres. Jemand mit mangelnder Selbstliebe und mangelndem Selbstvertrauen und der daraus resultierenden Selbstunsicherheit, wird sich immer an anderen messen müssen. Er kann nie genug haben, nie gut genug sein, nie zufrieden sein. Daraus entsteht dann Unbescheidenheit. Und solche Leute sagen dann gerne: “Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr.” und finden das dann noch lustig. Würden sie sich mal ernsthaft Gedanken über Bescheidenheit machen, würden auch sie sehen, dass sie durchaus eine Tugend ist, die nicht jeder besitzt. Weil die meisten haben zu hohe Ansprüche, denen sie nie Genüge leisten können und setzen diese auch an ihre Mitmenschen an.

Solche Menschen wirken dann schnell auf andere etwas überkandidelt und können eigentlich nur bemitleidet werden. Denn sie sind weder mit sich noch mit ihren Nächsten so recht zufrieden. Mangelnde Selbstliebe ist überhaupt die Ursache für so ziemlich jedes Problem. Selbstliebe ist der Urgrund allen Gelingens und des sich Rundumwohlfühlens. Den wenigsten wurde von Hause aus diese Liebe vermittelt und es gehört Arbeit dazu und Geduld, sich diese Selbstliebe anzueignen. Es genügt oft nicht, dass andere uns lieben, so wie wir sind, weil wir es gar nicht glauben oder wahrhaben können.

Aber woher diese Selbstliebe nehmen? Bringt es was, wenn ich mir täglich vor dem Spiegel sage: Ich liebe mich und ich bin liebenswert. Zumindest kann man mit dieser Affirmation die Reaktion darauf überprüfen. Blockiere ich? Geht es mir leicht über die Lippen? Glaube ich mir? Wenn ich blockiere, warum? Welcher überkommene Glaubenssatz steckt dahinter und wirkt bis heute fort. Das ist eine Methode an die Selbstliebe heranzukommen. Wenn uns bewusst ist was so Glaubenssätze wie: Nur wenn Du was leistest bist Du wer oder wenn Du gut aussiehst, schlank bist dann hast Du Punkte in unserer Gesellschaft und noch viele mehr; anrichten können und dass sie eigentlich überholt und irrsinnig sind, kann sich vielleicht von diesen dummen Gedanken lösen. Denn sie haben mit Liebe gar nichts zu tun. Und wenn man sich für die Liebe entscheidet, entscheidet man sich gegen alles was ihr zuwider läuft. Doch erst mal muss es einem klar werden.

Eine andere Methode an die Selbstliebe heranzukommen ist einmal zu überprüfen, was ich mit mir selbst mache. Und warum. Wenn ich zu dick bin, es aber nicht sein will, warum tue ich mir dann das übermäßige Essen an? Oder ich habe eine Sucht. Warum rauche ich zum Beispiel so viel, wenn ich weiß, das es mir eigentlich gar nicht gut tut? Oder warum trinke ich soviel? Warum mache ich den Job, den ich eigentlich gar nicht will? Warum tue ich mir den Partner an? Wir werden immer auf alte Muster stoßen, Glaubenssätze die man uns irgendwann einmal eingeredet hat.

Aber wie werde ich diese dummen Einflüsterungen los, die ich mir im wahrsten Sinne des Wortes einverleibt habe, nur weil irgend eine Autorität mal dies oder jenes zu mir gesagt hat? Wenn ich schon mal weiß, wie diese Glaubenssätze heißen, kann ich sie eher angehen. Ich kann eine Gegenaffirmation bilden und diese immer wieder sagen, wenn sich ein bestimmter Glaubenssatz einschleicht. Vielleicht wird dieser dann mit der Zeit überflüssig. Als Beispiel:
Ich esse soviel, weil ich mir dann Liebe zuführe, Zuwendung. Das Gleiche gilt fürs Rauchen. Da kann zum Beispiel dahinter stecken, das man als Kind zu wenig Lob und Anerkennung geerntet hat und diese sich jetzt selbst geben will.
Affirmation: Ich liebe mich so wie ich bin und tue nur das, was mir gut tut. Anstatt jetzt dieses üppige Mahl zu essen, überlege ich mir etwas durchaus Leckeres um meine Gelüste zu befriedigen. Dann reicht mir schon eine kleine Menge davon.
Und beim Rauchen: Ich werde diese Zigarette später genießen und mich für eine bestimmte Sache belohnen, z. B. etwas tun, was ich gerne vor mir hergeschoben habe. (Oft raucht man auch um sich vor irgendwas zu drücken oder blockiert sich selbst etwas Kreatives in Angriff zu nehmen.)
Es ist durchaus legitim, sich mit einem feinen Essen zu belohnen oder mit einer Zigarette, die Genuss verspricht, solange das Ganze nicht in Missbrauch ausartet. Aber wer Probleme mit dieser Art von Belohnung hat, sollte sich eine andere Belohnung einfallen lassen. Ein Konzertbesuch oder Kino. Eine gute CD hören, ein gutes Buch lesen. Es gibt soviel, das als Belohnung eingesetzt werden kann. Überhaupt sind Belohnungen wichtig, um Selbstliebe zu lernen. Wir können uns nicht oft genug belohnen. Nur muss es nicht gerade das sein, wonach wir süchtig sind, es sei denn es wird vorsichtig und maßvoll eingesetzt.

Eigenlob stinkt, heißt es. Aber warum sich nicht selbst loben, solange es angebracht ist. Solche und viele andere Sprüche halten uns nur von Selbstliebe ab. Man muss es ja nicht gleich übertreiben. Aber jemand kann sich durchaus mal ein Lob spenden, wenn er was getan hat, was für seine Entwicklung von Bedeutung ist oder die der anderen. Das heißt nicht, dass man dann gleich unbescheiden sein muss. Alles in gesundem Rahmen.

Ganz schlimm in unserer Leistungsgesellschaft ergeht es wohl denen, die arbeitslos sind oder aus anderen Gründen nicht arbeiten. Sie sind oft an den Rand gedrängt und leiden unter dem Druck der Gesellschaft. Meistens können sie sich auch nicht so viel leisten wie die arbeitende Bevölkerung und das drängt sie noch weiter an den Rand. Oft sind sie gelähmt oder sonstwie blockiert, sich kreativ einzubringen. Die Zeit hätten sie ja wahrscheinlich, aber es mangelt oft an Ideen oder Durchsetzungsvermögen, aus der Not eine Tugend zu machen. Wieviel kreatives Potenzial geht uns allen verloren, weil wir blockiert sind. Warum sind wir blockiert? Zuwenig Selbstliebe, mal wieder, zu wenig Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten, zu wenig Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl.
Viele wären froh, wenn sie mehr Zeit hätten. Aber wenn sie sie dann haben, nutzen sie sie nicht. Es ist im Grunde immer dasselbe Problem. Was mache ich mit mir und aus mir? Egal ob ich arbeite oder nicht. Die Probleme sind dieselben. Ich kenne so gut wie niemanden, der in seinem Beruf so richtig aufgeht. Aus welchen Gründen er auch immer arbeitet. Meistens aus gesellschaftlichem Druck heraus, aber froh ist er auch nicht. So stelle ich mir kein erfülltes Leben vor.
Erfüllt kann nur jemand sein, der vollkommen zu sich gefunden hat und sich kreativ hier einbringen kann, egal mit welcher Tätigkeit. Nur sollte sie ihn ganz und gar erfüllen. Dann wäre es ihm auch nicht wichtig, ob er viel oder wenig Geld hat. Ob er Anerkennung von gesellschaftlicher Seite hat oder nicht. Er würde sich genügend wertschätzen und hinter dem stehen was er tut.

Wenn wir in uns die Eigenliebe entwickeln können, tun sich ganz andere Türen auf. Kreatives Potenzial wird freigesetzt und kann den Umschwung in der Arbeitswelt bedeuten. Wir würden nur noch das tun, was wir auch wirklich tun wollen und nicht mehr aus Druck heraus handeln. Wenn jeder liebevoll mit sich umginge, was wäre das für eine schöne Welt. Wir würden mehr gemeinsam tun, lachen und uns aneinander freuen. Wir hätten das Paradies auf Erden. Wenn jeder bei sich anfängt und es in seinen kleinen Kreis trägt, kann es wie ein Lauffeuer um sich greifen. Wir können uns gegenseitig unterstützen, diese Welt ein wenig liebenswerter zu machen. Fangen wir noch heute an.



Dienstag, den 5. April 2011
Über die Dankbarkeit
Danken zu können, ist ein Segen. Danke zu sagen für eine nette Geste, ein gutes Wort oder eine Gabe, gibt einem ein gutes Gefühl. Und sicherlich sind dankbare Menschen eher bescheiden und wissen es zu schätzen, wenn ihnen Gutes getan wird. Dankbarkeit ist ebenso Ausdruck von Lebensfreude und Optimismus. Außerdem zeigt sie, dass der Beschenkte noch staunen kann und es keineswegs für selbstverständlich hält, wenn ihm etwas Gutes widerfährt. Dankbare Menschen sind mit Sicherheit nicht verbittert oder geizig. Auch sie schenken gerne und freuen sich ebenso über ein von Herzen kommendes Dankeschön. Gewiss sind solche Menschen insgesamt auch gesünder und wissen dies auch zu schätzen.

Dankbarkeit setzt eine gewisse Demut voraus, ohne devot sein zu müssen. Die Ehrfurcht vor den Dingen, die das Leben einfach bereichern, sei es ein Lächeln oder ein ein gutes Gefühl beim Anblick der Natur. Dankbarkeit im Herzen ist eine Gabe, die diese Menschen leichter und froher durchs Leben gehen lassen. Man kann sie schon mit kleinen Dingen glücklich machen.

Gäbe es mehr Dankbarkeit untereinander, sähe die Welt schon viel freundlicher aus. Das Miteinander wäre friedlicher und fröhlicher. Keiner würde den anderen übervorteilen wollen, weil jeder dem anderen das Gute gönnen würde. Alle wären zufriedener. Wahre, von Herzen kommende Dankbarkeit ist ein Lebenselixier. Sie ist Ausdruck positiver Lebensenergie, die heilt und gesund erhält, bis ins hohe Alter. Diejenigen sind zu bedauern, die nicht Danke sagen können. Sie stecken gewiss in keiner guten Haut. Menschen, die immer ein Haar in der Suppe finden müssen, können nicht zufrieden sein. Denn Danke kann nur jemand sagen, der sich über etwas freut und dies zu schätzen weiß, der noch empfänglich ist wie ein Kind, und sich diese Unschuld bewahrt hat.



Samstag, den 19. Februar 2011
Träume von einem schöneren Leben
Der Traum von einem schöneren Leben. Wer hat den nicht. Jeder ist seines Glückes Schmied, heißt es. Und das sollte man sich mal so richtig vor Augen führen. Was passt mir in meinem Leben nicht? Was läuft schief? Wo und was kann ich selbst verändern? Da gibts ne ganze Menge, die man selbst verändern kann. Ich seh es an mir. Im Grunde brokken wir uns das meiste selbst ein und brauchen nicht nach einem Schuldigen zu schielen. Das fängt schon in der frühesten Jugend an. Heute, da wir unsere eigenen Herren sind und selbstbestimmt, können wir selbst entscheiden, wie es mit uns weiter gehen soll.

Ehrlichkeit ist angesagt, wenn man sein Leben mal gründlich unter die Lupe nehmen will. Vieles kann verbessert werden, vieles korrigiert. Und wenn wir alleine nicht weiter wissen, stehen uns Fachkräfte oder gute Freunde in Rat und Tat bei Seite.

Mut ist vonnöten, wirklich was zu verändern und es durchzuziehen oder zu setzen. Über wie viele kleine Dinge rege ich mich täglich auf und änder nichts daran. Es bleibt immer nur bei den guten Vorsätzen.

Tatenkraft und Wille sind weiterhin gefragt, die guten Vorsätze umzusetzen. Anders geht es nicht. Wenn ich immer wieder in mein altes, bequemes Muster zurückfalle, kann keine Veränderung statt finden. Ich kann nicht, bedeutet hier so viel wie, ich will nicht. Was hindert mich daran, in kleinen Schritten etwas zur Verbesserung meines Lebens beizutragen? Sind es alte Glaubenssätze, wie, das schafftst du eh nicht? Ist es reine Bequemlichkeit? Was steckt dahinter, mich selbst verbessern zu wollen und es nicht zu können? Manchmal stecken tiefe psychologische Probleme hinter der Unfähigkeit sich zu verändern. Denen sollte man auf die Spur kommen, wenn einem ernsthaft daran liegt, sich zu verbessern.

In dem man zum Beispiel akriebig alles aufnotiert, was einem zu diesem oder jenem Thema einfällt. Das kreative Schreiben ist eine gute Methode an tiefere Schichten zu gelangen und dabei völlig ungefährlich und harmlos. Du kannst dir alles von der Seele schreiben. Das ist schon mal ein erster Schritt. Die Erkenntnis folgt auf den Fuß und die Taten dann auch. Muss es uns erst so dreckig gehen, bis wir was ändern? Nein. Das kleinste Unbehagen kann angegangen werden. Beobachtung ist alles. Wo und wann fühle ich mich nicht mehr wohl? Und was kann ich dagegen tun?

Für die meisten Unstimmigkeiten in unserem Leben sind wir selbst verantwortlich. Und nur wir selbst können was verändern. Aufrichtigkeit sich selbst gegenüber und der Mut und Wille unser Leben umzugestalten sind unerlässlich, um ein weitgehend erfülltes Leben führen zu können.



Sonntag, den 10. Oktober 2010
Liebe schließt Leiden aus
Wer begreift, was Liebe ist, weiß, dass sie das Leid ausschließt. Die meisten Menschen können sich Liebe ohne Leid nicht denken. Wer liebt und dabei leidet, sollte sich Gedanken darüber machen, ob es wirklich reine Liebe ist, oder ob an sie Forderungen oder Ansprüche geknüpft sind. Schon in der Bibel steht sehr schön geschrieben, dass Liebe nicht fordert, dass sie einfach liebt. Sobald egoistische Wünsche sich dazumischen, wird es schmerzlich. Es ist ein hoher Anspruch, wahrhaft zu lieben. Denn wer wahrhaft liebt, will nicht die Person, die er liebt, besitzen, noch stellt er sonstige Forderungen. Liebe ist Liebe und sonst nichts. Sie hat gar nichts mit leiden zu tun. Liebe hat auch viel gemein mit Freiheit. Nur ein freier Mensch kann bedingungslos lieben, ohne etwas zu erwarten. So gesehen ist Liebe weder positiv noch negativ. Sie ist. Wir sagen, Liebe ist schön und wenn ich in Liebe bin, bin ich glücklich. Das fühlt sich natürlich positiv an. Aber im Grunde ist Liebe neutral. Dadurch, dass so wenig geliebt wird, ist es etwas Herausragendes, wenn dann mal geliebt wird und das fühlt sich dann gut an, solange alles nach eigenen Wünschen geht. Aber Liebe ist mehr. Sie ist groß. Und die wenigsten können wahrhaft lieben. Liebe verschenkt sich aus sich heraus, ohne dass der oder die Liebende Mangel leiden muss. Denn Liebe ist grenzenlos und erschöpft sich nicht. Sie ist kosmische Energie, die in Hülle und Fülle vorhanden ist, wie die Luft zum Atmen. Und für jeden ist genügend da. Nur wenige sind an die kosmische Liebe angeschlossen, die nie aufhört zu lieben. Wenn es wahre Liebe war, warum liebe ich den- oder diejenige nicht mehr, wenn eine Beziehung scheitert? Liebe kann man nicht kaputt machen. Man kann höchstens nicht fähig sein zu lieben. Aber die Liebe selbst ist eine Kraft und Energie, die nicht klein zu kriegen ist. Entweder man hat richtig geliebt oder hat sich etwas anderes für Liebe vorgegaukelt und glaubte zu lieben. An gescheiterten Beziehungen kann man dieses immer gut ablesen. Ich spreche hier nicht von Verliebtsein. Das lasse ich mal ganz außen vor, weil es nur eine Vorahnung ist, von dem, was wahre Liebe ist. Verliebtsein und Liebe ist ein sehr großer Unterschied.

Auch Menschen, die nicht an Gott glauben, aber an die Liebe, wissen, dass sie grenzenlos sein kann. Diese grenzelose Liebe ist nur freien Menschen zugänglich. Liebe bindet nicht, sie verbindet. Sie fordert nicht, sie lässt frei. Wegen ihr muss niemand leiden, weil sie ist und nur aus sich heraus liebt. Eine Energie die sich allen schenkt und weiter gibt.

Die Liebe von liebenden Menschen beschränkt sich nicht nur auf den Partner und die Kinder, sondern erstreckt sich auf die ganze Menschheit und Natur. Liebende können Großes bewirken. Das zeigen die ganzen Geschichten von Helden und Heiligen, von denen es auch nicht so viele gibt. Mir fallen jetzt nur Mahatma Gandhi und Jesus ein, und ein paar, die nicht in die Geschichte eingegangen sind.
Dadurch, dass sich der größte Teil unseres Lebens nur um unser kleines Ich dreht, sind wir von der Liebe abgeschnitten. Liebe hebt die Grenzen zwischen Du und Ich auf. Gelänge es uns, aus unserer Ichbezogenheit auszubrechen, indem wir uns auch ernsthaft für andere interessieren, könnten wir der wahren Liebe Raum geben und sie durch uns hindurch fließen lassen.



Mittwoch, den 29. September 2010
Warum Vegetarier
Es gibt geistige und körperliche Vegetarier. Die rein körperlichen, leben aus gesundheitlichen Gründen vegetarisch. Wohingegen sich die geistigen Vegetarier um die Tiere sorgen. Sie wissen, dass der Mord an den Tieren einfach nicht vertretbar ist, und dass Millionen von Menschen Hunger leiden müssen, weil für die Massentierhaltung wertvolles Land gebraucht wird und Tierfutter. Ich kann es mit meinem Gewissen nicht vereinbaren, Fleisch zu essen. Mir tun die armen Tiere Leid, die wegen mir dann sterben müssten. Und der Mensch ist als Pflanzenfresser geboren. Das mit dem Tiereschlachten kam erst viel später auf. Wir haben gar nicht die Verdauungsorgane, um Fleisch richtig verwerten zu können. Ich fühle mich viel wohler ohne das schwere Fleisch. Außerdem lege ich ab und zu vegane Wochen ein, um mal so richtig zu entschlacken. Vielleicht und bestimmt sogar setzt sich die vegane Kost bei mir noch ganz durch. Dann muss man sich halt mehr Gedanken machen, wie man sich gesund zu ernähren hat. Aber erwiesenermaßen sind die ganzen Molkereiprodukte sehr gesundheitsschädlich und tragen in erster Linie zu den ganzen Infarkten bei. Wer ein bisschen nachdenkt, muss zwangsläufig dahin kommen, besser auf Fleisch zu verzichten. In China, in einer bestimmten Provinz, in der sich die Bewohner vorwiegend vegan ernähren, wird die Bevölkerung im Durchschnitt über 100 Jahre alt. Da kann es nicht ungesund sein, sich ganz vegan zu ernähren.



Dienstag, den 28. September 2010
Ist es das Ende?
Umweltkatastrophen häufen sich. Aids wird kaum noch registriert, obwohl im erschreckenden Ausmaß gegenwärtig. Kriege und Terror weltweit. Wohin steuert diese Welt? Ist sie noch zu retten? Oder sind wir schon mitten in der Apokalypse, wie von Johannes offenbart? Diejenigen, die die Augen davor verschließen werden sagen "Es hat immer Zeiten gegeben, in denen die Menschen glaubten, das sei schon das Ende. Es wird alles so weitergehen, wie bisher. Das ist längst nicht die Apokalypse."
Sie wollen nicht wahrhaben, daß alles rasant auf den Höhepunkt des Endes zusteuert. Die Welt wird danach nicht untergehen, aber sie wird sich verwandeln.
Wir leben bereits in einem neuen Zeitalter, das sich an verschiedenen Orten dieser Erde im Anfangsstadium befindet. Aber bis es vollends sich entwickelt, wird noch einiges an Katastrophen und Unruhen auf uns zukommen. Mir ist klar, dass wir mitten in der Ernte sind.
Ich habe das Gefühl, dass den Politikern alles aus den Händen gleitet. Es sind ja auch nur Menschen.

Was ist jetzt aber zu tun? Solidarität ist mehr vonnöten denn je. Aber nicht erst wenn`s brennt oder flutet. Die Fluten waren nur Vorboten von dem, was uns noch erwartet. Ich glaube nicht, dass es bei diesem einem Mal bleibt. Die Erde hat sich bedenklich erwärmt. Wir müssen damit rechnen, dass noch einiges an Umweltkatastrophen auf uns zukommt. Die Regenwälder werden trotzdem weiter abgeholzt. Jeder weiß, was das für Auswirkungen haben wird und dennoch machen wir weiter.
Solange jeder nur sein eigenes Süppchen kocht, wird es keinen gemeinsamen Konsens geben, was Frieden und Umwelt anbelangt. Der Blick reicht nur bis zu den eigenen Grenzen. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich von der sogenannten "Globalisierung" halten soll. Da bin ich vorsichtig. Was ich aber für dringend notwendig halte, ist eine globale Weitsicht, was die Erde und ihre Bewohner betrifft.
Es kann nicht angehen, daß ein Land strengste Umweltmaßnahmen ergreift, um die Natur zu schonen und ein anderes bläst weiterhin seinen Dreck in die Luft und verseucht Gewässer.
Wir alle sind Bewohner dieses Planeten und jeder sollte verantwortungsvoller mit ihm umgehen.

Mein Traum wäre eine sanfte Umwandlung der Erde, in ein Paradies des Friedens. Ich wünsche mir nichts sehnlicher. Wenn dem so wäre, hätte die Apokalypse ihren Höhepunkt erreicht und vielleicht schon überschritten. Das wäre wunderbar. Lassen wir uns überraschen. Hoffentlich gibt es keine böse Überraschung. Ich für meinen Teil, rechne mit dem Schlimmsten und hoffe auf das Beste. Ich kann nur einen kleinen Friedensbeitrag leisten, indem ich friedvoll bin, mir selbst und meiner Umwelt gegenüber. Vielleicht wird es Kreise ziehen, immer größere, und der Traum von einer friedvollen und gesunden Welt kann in Erfüllung gehen.



Freitag, den 24.September 2010
Wann darf sich ein Künstler Künstler schimpfen?
Muss ich erst ein Kunsthandwerk studiert oder gelernt haben, ein Diplom vorweisen, um mich als Künstler bezeichnen zu dürfen? Künstler ist kein geschützter Begriff und so darf sich auch ein Lebenskünstler, als Künstler schimpfen. Immer wieder habe ich die Arroganz der Kunststudierten zu spüren bekommen, bzw. das Kleinmachen der Autodidakten, die sich selber vor den Studierten klein machen. Sei es die bildende Kunst oder die Literatur. Auf beiden Gebieten wird danach geschielt, ob der "Künstler" auch was von seinem Fach versteht, ob er es auch studiert hat. Dabei sind die sogenannten Autodidakten für mich die wahren Künstler. Denn es gehört einiges dazu, sich die Kenntnisse selbst anzueignen. Unter den Musikern gibt´s auch einige von ihnen. Bruckner war Autodidakt. Es ist bewundernswert, welch einen Fleiß diese Künstler aufbringen müssen, um sich zu vervollkommnen. Karl May hat gewiss auch keine Literatur studiert.
Künstler sein ist eine Berufung, kein Beruf, den jeder lernen kann. Und gerade die Autodidakten sind meist unverfälscht in ihrem Wirken, weil sie mehr aus dem Bauch heraus arbeiten, als vom Lehrplan her. Ein Kunststudium kann viel von der Ursprünglichkeit des Begabten zerstören. Dann wird es nur noch ein Abklatsch des Professors oder des Gelehrten. In der Musik habe ich gemerkt, dass der Kunstgesang meine Naturstimme fast zerstört hätte. Ich sang plötzlich nicht mehr gerne, quälte mich mit Atemübungen und Koloraturen herum und verlor gänzlich den Spaß an der Singkunst, so dass ich jahrelang nicht mehr singen konnte. Das Gleiche gilt für das Klavierspiel. Jetzt, wo kein Druck mehr von außen da ist, entdecke ich die Musik für mich neu und bilde mich selbst darin weiter. Gott sei Dank bin ich wenigstens in der Literatur nicht verdorben, durch irgendwelche Regeln oder so. Ich schreibe aus dem Bauch heraus und wem´s nicht gefällt, der braucht´s ja nicht zu lesen.















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